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Einander begegnen: Die Sozialethik-AG besucht die Paulinenpflege

03.04.2025

Am Montag, 31.03.2025 besuchte die Sozialethik-AG nach der 6. Stunde die Paulinenpflege in Winnenden. Frau Sibylle Krug, die hier im 7-Tage Internat mit Schüler*innen und Azubis mit Hörbehinderung und Autismus arbeitet, begrüßte uns im Hof. Frau Krug erzählte uns dann Vieles über die Paulinenpflege und uns wurde gesagt, dass dort über 1000 Menschen arbeiten und es über 600 Internatsplätze gibt. Man kann dort auch alle möglichen Schulabschlüsse machen.

Mitglieder der Sozialethik AG von der Gebärdentafel

Inka und Despina machen das Gebärdenquiz

Nick und Daniel inspizieren den Gebärdenschrank

Nachdem wir uns einen groben Überblick über die einzelnen Gebäude und Einrichtungen dort gemacht hatten, trafen wir auf dem Schulhof der Paulinenpflege auf jugendliche Bewohner, die dort in ihrer Mittagspause Fußball und Basketball spielten. Drei Jungs erzählten uns von den vielfältigen Angeboten und den unterschiedlichen Räumen und Wohngruppen, die es in der Paulinenpflege für Kinder und Jugendliche gibt, die Beeinträchtigungen, Behinderungen oder Hörschädigungen haben. Alle drei wirkten sehr offen und freundlich, weil sie direkt auf uns zukamen und uns herzlich begrüßten. Sie erzählten uns sogar, dass die Schule einen Schulhund namens Joko besitzt, mit dem die Schüler*innen einmal in der Woche einen Spaziergang machen können. Durch unseren Besuch wurde uns bewusst, dass wir alle eigentlich nur Menschen sind und auch beeinträchtigte Menschen, genau dieselben Bedürfnisse haben wie wir.

Dann gingen wir weiter in ein anderes Gebäude, wo es eine Ausstellung zur Gehörlosigkeit und Gebärdensprache gab. Diese Ausstellung hatten gehörlose Menschen aus der Paulinenpflege selbst aufgebaut und mitentwickelt. Eigentlich hätten wir bereits im Dezember letzten Jahres diese Ausstellung besuchen wollen, aber die Fertigstellung verzögerte sich, sodass unser Besuch erst jetzt zustande kam. Dort konnten wir ganz verschiedene Stationen durchlaufen und Gehörlosigkeit auf unterschiedlichste Weise nachempfinden und erfahren. An einer Station konnten wir erleben, wie Schwerhörige im Vergleich zu Normalhörenden hören, was sehr beeindruckend war. Eine weitere Station informierte uns über die Geschichte der Paulinenpflege und war sehr lehrreich. Außerdem gab es eine Station, an der wir ein Quiz zur Gebärdensprache machen konnten, das spannend und interaktiv war. Gerahmte Kippbilder zeigten allerlei Begriffe, auf einem davon erkannten wir Herrn Hermann wieder, der bei uns an der Schule im November zu Gast gewesen war und einen Gebärdenworkshop zusammen mit unserer AG durchgeführt hatte. Auf dem Kippbild gebärdete er das Wort „Bügeln“ auf zweierlei Arten, mit Spaß und gelangweilt. An der letzten Station lernten wir, wie Wörter in Gebärdensprache dargestellt werden, indem wir kleine Bücher umblätterten – es war interessant zu sehen, wie Kommunikation auch auf eine ganz andere Weise funktioniert. 

Frau Krug gab uns noch Infomaterial und Merkplakate mit, von denen wir einige bereits in den AG-Stunden vor Weihnachten an der Schule durchgesprochen hatten, für einige von uns war es jedoch neu und so nahmen wir die Materialien dankbar an. Wenn man die Grundbegriffe des Fingeralphabets und einige Gebärden kann, dann ist Verständigung mit gehörlosen Menschen überhaupt nicht schwer. Das haben wir durch die Begegnungen in der Paulinenpflege wieder einmal gemerkt.

Lana, Petra, Hanna, Despina (8c) und Annikki (7b)