Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau
15.02.2025
In Dachau begann unsere Tour durch die KZ-Gedenkstätte mit der Geschichte des Nationalsozialismus, die wir bereits aus dem Unterricht kannten, verbunden mit wichtigen Informationen, u.a. über das Eingangstor des Konzentrationslagers, das 2014 gestohlen und mehrere Jahre später in Norwegen wiedergefunden wurde.
Wir setzten die Tour auf dem Gelände fort und besichtigten weitere Gebäude und erfuhren etwas über die Besonderheiten des Konzentrationslagers. Wir begaben uns in die ehemaligen Gefängnisse der damaligen KZ-Häftlinge und erfuhren von weiteren Brutalitäten, wie beispielsweise schmerzhafte Bestrafungen, frei auslegbaren “Gesetzen” oder den Aufbau einer Zelle. Anschließend lernten wir, welche Einzelpersonen und Personengruppen zu Opfern wurden und wie sie damals gekennzeichnet wurden. Auf dem gesamten Gelände wurden Gedenktafeln für die Opfer aufgestellt.
Im vorletzten Abschnitt der Führung schauten wir uns die nachgebauten Barracken der ehemaligen Häftlinge an, die sich mit den bisherigen Eindrücken und den schlechten Verhältnissen zu einem Gesamtbild zusammengefügten. Die Tour wurde mit dem Besichtigen des Krematoriums und der Gaskammer beendet. Es war ein seltsames und bedrückendes Gefühl durch diese Räume zu laufen und sich vorzustellen was hier einmal passiert war.
Bevor wir die Rückreise dieser lehrreichen Exkursion antraten, bemerkten alle, dass sich immer mehr Sicherheitspersonal und englischsprechende Männer in Anzügen auf dem Gelände aufhielten. Offensichtlich warteten sie auf jemanden. Wir beobachteten dieses Geschehen mit Interesse und uns wurde schnell klar, dass eine wichtige Person aus der Politik die KZ-Gedenkstätte besuchen würde. Nach vielen Gerüchten und Tuschelei stellte sich heraus, dass es der amerikanische Vize-Präsident JD Vance war, der zurzeit aufgrund der Münchner Sicherheitskonferenz vor Ort ist.
Daraufhin mussten wir Dachau auch schnell wieder verlassen, um die dreistündige Straßensperrung zu vermeiden, die der Besuch von Mr. Vance mit sich brachte. Also begaben wir uns, früher als geplant, auf unsere 3-stündige Rückreise von einer Exkursion, die mehr war als ,,nur“ ein normaler Museumsbesuch. Es war wirklich besonders interessant aber auch erschütternd. Um circa 16:30 Uhr erreichten alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte wieder Winnenden. Zum Abschluss kann man sagen, dass alle etwas lernen, aber auch lehrreiche Erfahrungen daraus ziehen konnten.
(Fabio De Luca, 9a)